Samstag 12.11.2005 20.00 h| Rudolf-Oetker-Halle
Ewald André Dupont:
Piccadilly

Valentine Wilmot ist der Besitzer des Londoner Szene-Nachtclubs ›Piccadilly‹. Seine Geliebte Mabel und ihr Tanzpartner Victor sind die Attraktionen des Hauses. Als Victor das ›Piccadilly‹ verlässt, tritt Mabel mit einer Soloshow auf, die jedoch das Publikum nicht zu fesseln vermag. Um das Image seines Clubs zu retten, engagiert Wilmot die chinesische Tellerwäscherin Sho Sho, die einst in den Hinterräumen des Clubs mit exzentrischen Tanzdarbietungen für Aufruhr sorgte. Bereits ihr erster Bühnenauftritt wird ein Riesenerfolg. Selbst Valentine Wilmot gelingt es nicht, sich Sho Shos exotischem Charme zu entziehen. Die eifersüchtige Mabel argwöhnt, dass ihre berechnende Konkurrentin sie bei Publikum und Liebhaber ausstechen wird und schmiedet einen teuflischen Plan.

aDupont versteht es treffend, die gegensätzlichen Stimmungen des glitzernden Nachtclub-Tanzsaals und seiner ärmlichen Spülküche einzufangen. Er zeigt schäbige, von lärmenden Betrunkenen bevölkerte Bars, betörende Frauen und die verstörend fremde Welt orientalischer Verführungskunst. Die Schönheit weiblicher Gesichter und Körper, die Effekte von Rauch oder Schatten; all das wird von Dupont wunderbar beweglicher Kamera eingefangen.

Das Cinematographische Orchester unter der Leitung von Axel Goldbeck mixt Swing, Jazz und Klassik zu einer faszinierenden Mischung. Goldbeck und seine Musiker transportieren die Dramaturgie eines Films in die Gegenwart und bieten dem Publikum ein besonderes Filmerlebnis.


Großbritannien, 1929, s/w,

Regie:
Ewald André Dupont
Drehbuch:
Arnold Bernett
Kamera:
Werner Brandes
Darsteller:
Anna May Wong,
Gilda Gray,
Jameson Thomas,
Charles Laughton


Länge: ca. 108 Minuten
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