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Samstag 03.11.2007 20.00 h | Rudolf-Oetker-Halle
G.W. Pabst: Die Büchse der Pandora

Die verführerische Lulu verkörpert die Liebe und bringt den Tod. Auch der Verleger Dr. Schön fällt ihr zum Opfer. Noch in der Hochzeitsnacht trifft ihn ein tödlicher Schuss. Lulu wird des Totschlags schuldig gesprochen, kann aber aus dem Gerichtsaal entkommen. Zusammen mit Alwa, Dr. Schöns Sohn, flieht sie nach Frankreich. Aber das neue Glück währt nicht lange: Alwa verspielt sein Erbe. Not und Elend klopfen an die Tür. Mit Hilfe der Gräfin Geschwitz, die Lulu ebenfalls liebt, gelangen sie schließlich nach London. Lulu muss in Soho als Prostituierte arbeiten. Am kalten, nebligen Weihnachtsabend holt sie sich ihren letzten Freier in die ärmliche Dachwohnung. Es ist Jack the Ripper.

Louise Brooks verkörpert die Femme fatale mit einer irritierenden Mischung aus Vitalität und Passivität, Leidenschaft und Kühle. Laut Wedekind soll Lulu kein Vamp, kein Klischee-Dämon, sondern ein wirklich triebhaftes, kindliches Geschöpf sein, unbewusst in ihrem Tun und weder gut noch böse. G.W. Pabst betont im Schuss/Gegenschussverfahren die Korrespondenz der Blicke, das zentrale Aktionselement des Films. Zudem verwendete er Weichzeichner, um dem makellosen Gesicht seiner Hauptdarstellerin einen Ausdruck von vibrierender Erotik zu verleihen.

Bernd Wilden, Bielefeld, komponierte für ›Die Büchse der Pandora‹ eine neue symphonische Filmmusik, die anlässlich dieses Festivals unter seiner Leitung uraufgeführt wird.




Deutschland, 1929

Regie:
G.W. Pabst
Drehbuch:
Ladislaus Vajda
nach den Dramen
›Erdgeist‹ und ›Die
Büchse der Pandora‹
von Frank Wedekind
Kamera:
Günther Krampf

Darsteller:
Louise Brooks,
Fritz Kortner, Franz
Lederer, Gustav Diessl


Länge: ca. 132 Minuten




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