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Sonntag 11.11.2007 11.30 h | Astoria
Svend Gade, Heinz Schall: Hamlet

Die dänische Königin Gertrude gibt nach dem vermeintlichen Tod ihres Mannes die neugeborene Tochter als Sohn aus. Trotz der Rückkehr des Totgeglaubten wächst das Mädchen als Prinz Hamlet auf. Als der König von seinem Bruder ermordet wird, sinnt Hamlet auf Rache. Nur sein (ihr) Freund Horatio, den Hamlet heimlich liebt, ist in den Plan eingeweiht. Erst als Hamlet in einem Duell stirbt, erkennt Horatio, wer sein Gefährte wirklich war.

Der von Asta Nielsen auch produzierte Film wurde selbst in den USA zu einem Kassenmagneten. Er basiert auf einer norwegischen Sage aus dem 12. Jahrhundert. Hamlet lebt vor allem von der schauspielerischen Leistung Asta Nielsens. Sie verkörpert eine zutiefst einsame Gestalt, die die Welt um sich herum wie einen Alptraum empfindet. Das Deutsche Filminstitut restaurierte jetzt den Film auf der Basis einer bislang unbekannten deutschen Original-Kinokopie, ergänzt mit Bildmaterial einer französischen Verleihkopie.

»Schicksalhaft, tragisch, grenzüberschreitend und letzten Endes tödlich. Das sind die Ingredienzien der Verfilmung des Hamletstoffes mit Asta Nielsen. Und doch geht es wieder nur um Liebe. Liebe und Musik, die verführt, verwirrt, zusammenhält und bricht. Die Genuss verschafft und die Ohren stolpern lässt. Und das alles am und mit dem unverwüstlichen Klavier.« (Eunice Martins)

Eunice Martins ist die Hauspianistin des Kino Arsenal in Berlin und Stammgast des Film+MusikFestes.



Deutschland, 1920/21

Regie:
Svend Gade,
Heinz Schall

Drehbuch:
Erwin Gepard nach
einer Hamletsage
Kamera:
Curt Courant,
Axel Graatkjaer


Darsteller:
Asta Nielsen, Paul Conradi, Mathilde Brandt, Eduard von Winterstein

Länge: ca. 110 Minuten


  > impressum   Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft Bielefeld.e.V.   © 2007