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Samstag 08.11.2008 20.00 h | Rudolf-Oetker-Halle
Frank Urson: Chicago

Ein kleiner Angestellter ist mit einem anspruchsvollem »Girl« namens Roxie Hart verheiratet. Obwohl er alles für die Angebetete tut, empfängt Roxie einen Liebhaber sobald der Gatte das Haus verlassen hat. Als ihr Freund nicht bereit ist, ihr Luxusleben zu finanzieren, erschießt sie ihn kurzerhand und behauptet, der Tote sei ein Einbrecher gewesen, der sie habe vergewaltigen wollen. Schließlich wird die Sensationspresse auf sie aufmerksam. Roxie Hart avanciert zur schönsten Mörderin Chicagos.

Chicago,
das auf einer wahren Geschichte basierende Theaterstück der Reporterin Maurice Dallas Watkins, war als Kritik an der Sensationspresse gedacht. ›Chicago‹ stand im Zeichen des Produzenten Cecil DeMille, der aus Phyllis Haver eine seiner Studioattraktionen machen wollte. Als Roxie Hart liefert Haver eine außerordentliche Performance, sie flirtet provokant, ist immer auf der Suche nach der nächsten Chance und dem nächsten Mann. Trotz allem Sexappeal verliert ihr Gesicht nie seine listige Schlauheit. Obwohl ›Chicago‹ durch sein Tempo und seine Slapstick-Elemente an die Screwball-Comedies der Dreißiger Jahre erinnert, wirft er ein kritisches Bild auf die amerikanische Gesellschaft der Roaring Twenties.

Axel Goldbeck und sein Cinematografisches Orchester bringen stumme Filme zum Swingen. Mit augenzwinkernden Adaptionen bekannter Jazzstandards, gepaart mit Temporeichtum und dem sicheren Blick für Pointen, schickt die FMF-bewährte Band das Publikum auf eine Zeitreise in das Chicago der wilden Zwanziger Jahre.



USA, 1927

Regie:
Frank Urson

Drehbuch:
Lenore J. Coffee
nach einen Bühnenstück
von Maurice Dallas Watkins
Kamera:
J. Peverell Marley

Darsteller:
Phyllis Haver, Victor Varconi, Eugene Palette

Länge: ca. 117 Minuten




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