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Freitag 14.11.2008 20.00 h | CineStar
Doppelvorstellung: Dr. Jekyll and Mr. Hyde | Dr. Pyckle and Mr. Pryde

Dr. Jekyll and Mr. Hyde war 1920 die erste abendfüllende Leinwandadaption von Stevenson literarischer Vorlage. Der Film kritisiert die erzwungene Verdrängung nicht gesellschaftskonformer Wünsche im Viktorianischen Zeitalter. Zugleich warnt er vor enthemmtem Treiben ohne Sittlichkeit und Selbstbeherrschung. Der bekannte Theaterschauspieler John Barrymore bietet in der Doppelrolle als Jekyll und Hyde eine Glanzleistung. Besonders bemerkenswert ist, dass er die Verwandlung ohne Hilfe von Maske und Tricks, sondern nur durch seine Schauspielkunst vollzog.

Dr. Pyckle und Mr. Pryde ist eine Genreparodie, wie sie Mitte der Zwanziger Jahre in den USA überaus beliebt waren. Der lange verschollene ›Dr. Pyckle and Mr. Pryde‹ ist einer der besten Stan Laurel Filme. Laurel gibt hier einen sehr, sehr irren Wissenschaftler namens Dr. Pryckle, der in seinem Labor abenteuerliche Mixturen zusammenrührt. Wenn Stan Laurel auf der Suche nach Opfern als Mr. Pryde mit weit ausgestreckten Klauenhänden durch Londons Gassen wankt, ist er nicht nur komisch, sondern geradezu Furcht einflößend.

Der Komponist, Pianist und Thereminist Rolf Sudmann ist ein Meister der schrägen Töne und eine Art musikalischer Jekyll und Hyde. Profane Alltagsgegenstände werden zu Musikinstrumenten umfunktioniert und erstaunlich harmonisch in die Komposition integriert.


USA, 1920
Dr. Jekyll and Mr. Hyde

Regie:
John S. Robertson
Kamera:
Andrej Mosvin
Darsteller:
John Barrymore, Charles Lane, Brandon Hurst, Nita Naldi
Länge: ca. 80 Minuten

USA, 1925
Dr. Pyckle and Mr. Pryde

Regie:
Scott Pembroke, Joe Rock
Drehbuch:           
Tay Garnett
Darsteller:
Stan Laurel, Julie Leonard, Pete the dog

Länge: ca. 21 Minuten


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