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6 nov

Sonntag 16.11.2008 11.30 h | CineStar
Friedrich Wilhelm Murnau: Phantom

Der arme Schreiber und Gelegenheitsdichter Lorenz Lubota wird von der Kutsche der reichen Veronika Harlan angefahren. Verwirrt durch den Unfall und die Schönheit Veronikas verliebt sich der junge Mann Hals über Kopf in die Eisenhändlertochter. Doch sein voreiliger Heiratsantrag führt zu einem Desaster. Lorenz flüchtet in die Arme eines leichten Mädchens, das der Angebeteten zum Verwechseln ähnlich sieht. Nachdem er Arbeit und Ehre verloren hat, lässt er sich zu einem Einbruch bei seiner vermögenden Tante überreden. Der geplante Diebstahl endet mit einem Mord.

»Phantom ist die Geschichte einer geistigen Leidenschaft. Ein Wahn wird zum Schicksal, ein Traum überschwemmt die Wirklichkeit, die Stimmung eines Augenblicks fegt wie ein Orkan ein ganzes Leben hinweg. Das ist eine deutsche Vision. Und deutsch ist der geniale Versuch, diese Lebensstimmung in die Photographie zu übersetzen. Eine Welt zu photographieren, auf deren objektive Wirklichkeit es gar nicht ankommt, so wie sie einem aufgeregten Phantasten erscheint, mit photographischen Mittel das hervorzubringen, was die gute Dichtung ausmacht: Die Welt im Kolorit eines Temperaments, in der Beleuchtung eines Gefühls zu zeigen: objektivierte Lyrik.« (Béla Balázs in: »Der Tag« 20.4.1923).

Der Filmjournalist, Kunstkritiker und Filmsammler Daniel Kothenschulte begleitet den Film mit kompilierenden Improvisationen am Klavier.  


Deutschland, 1922

Regie:
Friedrich Wilhelm Murnau
Drehbuch:
Thea von Harbou, Hans Heinrich von Twardowski nach dem gleichnamigen Roman von Gerhart Hauptmann
Kamera:
Axel Graatkjaer, Theophan Ouchakoff

Darsteller:
Alfred Abel, Grete Berger,
Lil Dagover, Lya de Putti


Länge: ca. 119 Minuten


  > impressum   Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft Bielefeld.e.V.   © 2008