Samstag 06.11.2010 20.00 h | Rudolf-Oetker-Halle
Fritz Lang:
Metropolis
Braunschweiger Philharmoniker | Leitung Helmut Imig

Während in der lichtlosen Unterstadt von Metropolis die Arbeiter wie Sklaven hausen, schwelgen die Menschen in der Oberstadt im Luxus. Herr über Mensch und Maschinen ist Johann Fredersen, das Hirn von Metropolis. Seine Gegenspielerin Maria, die Heilige der Unterdrückten, wird von den Arbeitern angebetet und von Fredersen Sohn Freder geliebt. Maria predigt Liebe und Versöhnung und warnt vor einem gewalttätigen Aufruhr, der nur sinnlose Zerstörung zur Folge hätte. Da Fredersen die Liebe seines Sohnes missbilligt und Marias Macht über die Arbeiter fürchtet, beauftragt er den Erfinder Rotwang einen künstlichen Menschen zu erschaffen, der ihre Züge trägt und die Arbeiter zu einem Aufstand aufhetzen soll. Von den vierzig Kopien der Premierenfassung von Metropolis ist keine einzige erhalten. Bereits im Jahre 2001 stellte die Murnau-Stiftung eine digitale Restaurierung vor. Doch es blieben Lücken und keiner hätte sich träumen lassen, dass die fehlenden Szenen doch noch auftauchen würden. Durch das eigens entwickelte Bearbeitungsverfahren, erscheint der jetzt beinahe vollständige Film nicht wie eine digitale Rekonstruktion, sondern so als säße man gerade im Kino.

Der Schlüssel zum wieder auferstandenen »Metropolis« liegt in der Musik Gottfried Huppertz. Die gewaltige Partitur mit über 700 Blatt Umfang ist gespickt mit unzähligen Leitmotiven und harmonischen Verflechtungen. Allein 1024 Synchronpunkte verzahnen Klang und Bild. Huppertz Musik ist das gestische und rhythmische Rückgrat des Films. Helmut Imig und die Braunschweiger Philharmoniker begleiten das neue »Metropolis«.



Deutschland 1927

Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou
Bauten: Erich Kettelhut
Kamera: Karl Freund
Darsteller: Gustav Fröhlich, Brigitte Helm, Fritz Rasp, Heinrich George, Rudolf Klein-Rogge

Länge: 154 Minuten (restaurierte Fassung)


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