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Samstag 12.11.2011| Rudolf-Oetker-Halle| 17.00 h
Fritz Lang:
Die Nibelungen I+II
Staatsorchester Braunschweig | Leitung: Helmut Imig

Die NibelungenTeil 1: Siegfried Der Held Siegfried tötet den Drachen Fafnir und wird beim Bad im Drachenblut – fast – unsterblich. Frisch erstarkt raubt er dem Zwergenkönig Alberich seine Tarnkappe und den Nibelungenschatz. Am Hof des Burgunderkönigs Gunthers verliebt sich Siegfried in dessen Schwester Kriemhild. Als Preis für ihre Hand muss Siegfried Gunthers Brautwerbung um die isländische Königin Brunhilde unterstützen. Dank der Tarnkappe gelingt das problemlos, und die Doppelhochzeit kann stattfinden. Brunhilde aber lässt aus Machtgier Siegfried ermorden.

Teil 2: Kriemhilds Rache Siegfrieds Mörder Hagen versenkt den Nibelungenschatz – und damit die finanzielle Basis für Kriemhilds Rache – im Rhein. So heiratet Siegfrieds Witwe den Hunnenkönig Etzel. Bald provoziert sie einen mörderischen Streit zwischen Burgundern und Hunnen, den kaum jemand überlebt. Auch Kriemhild wird auf Befehl von Etzel erdolcht. Fritz Langs ›Nibelungen‹ gilt als der aufwendigste Monumentalfilm der 1920er Jahre.

Die Murnau-Stiftung Wiesbaden arbeitete bis 2010 mehr als vier Jahre lang an der bereits zweiten Restaurierung des Films. 18 Versionen aus aller Welt und erhaltene Outtakes wurden Bild für Bild untersucht, verglichen und möglichst originalgetreu rekonstruiert. Selbst das drastisch veränderte Finale des zweiten Teils entspricht nun wieder Langs Director’s Cut und verdeutlicht seine Botschaft, dass die Dynamik der Zerstörung dem statischen Heroismus folgt. Rekonstruiert im aufwändigen Originalverfahren wurde auch die Viragierung des Films in warmen Orangetönen. Mit dieser bewussten Reduzierung der Kontraste wird auch Langs ausgeklügelte Lichtdramaturgie verdeutlicht. So kann nun sein Meisterwerk aus Licht und Schatten in seiner ursprünglichen Qualität wiederentdeckt werden. Die Originalmusik von Gottfried Huppertz (1887 – 1937), der auch ›Metropolis‹ vertonte, wurde nach seinen Aufzeichnungen neu ediert. Ihre Klangsprache orientiert sich an der Musik der Spätromantik, Leitmotive verweisen auf Wagner, aber Huppertz komponierte bildgenau ein effektreiche eigenständige Filmmusik.

Die NibelungenEs spielt das Staatsorchester Braunschweig, das im vergangenen Jahr mit Metropolis erstmals die Besucher des Film+MusikFestes begeisterte. Dirigent ist Helmut Imig, unermüdlich und überall im Einsatz, um alte und neue Freunde von Stummfilmen mit Live-Musik zu begeistern. Zwischen beiden Teilen werden während der einstündigen Pause u. a. Hunnenhappen und Burgunderwein gereicht.


D 1924

Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou
Kamera: Carl Hoffmann, Günther Rittau

Bauten: Erich Kettelhut,
Otto Hunte, Karl Vollbrecht

Darsteller: Paul Richter,
Margarete Schön, Rudolf Klein-Rogge, Bernhard Goetzke


Teil 1:
Siegfried 142 Minuten
Pause:
60 Minuten
Teil 2:
Kriemhilds Rache 151 Minuten


     
> impressum Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft Bielefeld e.V. © 2011