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Freitag 01.11.2013 | 20.00 h | Rudolf-Oetker-Halle
Buster Keaton:
The Pale Face / Clarence G. Badger:
Hands up!
Cinematografisches Orchester unter der Leitung von Axel Goldbeck

The Pale Face Bei einer Schmetterlingsjagd im Wilden Westen gerät Buster Keaton auf das Gebiet der Krähenfuß-Indianer. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erlangt er deren Anerkennung und wird zum Kleinen Häuptling Bleichgesicht ernannt. Der Friede währt nicht lange, denn eine Ölgesellschaft will die Ureinwohner mit unlauteren Tricks von ihrem Land vertreiben, um an die Bodenschätze zu gelangen. Aber die Bösewichte haben ihre Rechnung ohne Häuptling Bleichgesicht gemacht…
The Great Stoneface, der Mann, der niemals lachte, war neben Charles Chaplin und Harold Lloyd einer der erfolgreichsten Komiker der Stummfilmzeit.

Hands up! Präsident Lincoln schickt einen Mann auf geheime Mission: Er soll Gold transportieren, mit dem die Union den Bürgerkrieg weiter finanzieren kann. General Robert E. Lee, der Wind von dem Plan bekommen hat, beauftragt seinerseits den Spion Jack, um den Schatz für die Konförderierten zu requirieren. Nachdem Jack jedoch die reizende Mae und die hübsche Virginia aus den Händen feindlicher Indianer gerettet hat, verliert er seine geheime Mission aus den Augen. Er ist verliebt; und zwar in Mae und Virginia! Er kann einfach nicht anders, er muss beide Frauen auf der Stelle heiraten. Für ein derartiges Dilemma gibt es nur eine Lösung. Und die heißt Salt Lake City!

In Frack und Zylinder, elegant und nonchalant wandelt Raymond Griffith durch den Wildesten Westen. Egal wie prekär die Situation auch ist; keine Miene wird verzogen und Pelerine und Zylinder bleiben tadellos. Griffiths minimalistische Performance bildet einen Gegensatz zum Realismus von Hands Up!, denn der Film ist ein echter Western mit allem, was zu diesem Genre gehört. Und Griffith schafft es mühelos, die Mythen und Rituale des Westens ad absurdum zu führen und ihrer Auflösung entgegenzutreiben.

Aufgrund einer Stimmbandverletzung musste Raymond Griffith (1895–1957) seine Theaterlaufbahn aufgeben. Sein komisches Talent bescherte ihn eine glänzende Karriere in vielen, heute vergessenen Stummfilmkomödien. Einst so berühmt wie Chaplin, Keaton und Lloyd war er zum letzten Mal 1930 als tödlich verwundeter französischer Soldat in Lewis Milestones Klassiker ›All Quiet on the Western Front‹ auf der Leinwand zu sehen. Während des Diners in einem exklusiven Club in Los Angeles verschluckte sich Griffith an einem Stück Hummer und verstarb im Alter von zweiundsechzig Jahren.


Das Cinematografische Orchester wurde im Jahr 2000 gegründet, um anknüpfend an die Praxis der 1920er Jahre Stummfilme in größerem Rahmen mit eigens komponierter Musik zu begleiten. In wechselnden Besetzungen werden alte Stummfilme mit Kompositionen des musikalischen Leiters Axel Goldbeck aufgeführt. Stilistisch bewegt sich das Cinematografische Orchester zwischen Stummfilmklassik und aktueller Filmmusik. Inspirationen der Kunstmusik und des Jazz treffen auf popmusikalische wie avantgardistische Strömungen. Ästhetisches Konzept ist es, die Dramaturgie des Films in Musik zu übersetzen und dem Publikum eine filmtypische Symbiose aus Bild und Klang erlebnisreichund unterhaltsam zu präsentieren.


The Pale Face, USA 1923

Regie: Buster Keaton, Edward F. Kline
Darsteller: Buster Keaton, Virginia Fox, Joe Roberts

Länge: 20 Minuten

 

Hands up! USA 1926

Regie: Clarence G. Badger
Drehbuch: Monte Brice, Lloyd Corrigan, Reggie Morris
Darsteller: Raymond Griffith, Montagu Love, Marian Nixon, Mack Swain, George A. Billings

Länge: 70 Minuten


     
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