Donnerstag 07.11.2013 | 20.00 h | CineStar
Frank Borzage:
Seventh Heaven
Begleitung: Leptophonics

Der Straßenkehrer Chico rettet die Prostituierte Diane vor der Polizei, indem er sich als ihr Ehemann ausgibt. Um die Fassade aufrecht zu erhalten, zieht Diane in Chicos Wohnung in der 7. Etage über den Dächern von Paris. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verlieben sie sich ineinander und ihr Glück scheint perfekt zu sein. Doch kurz vor der Hochzeit bricht der Krieg aus. Chico wird einberufen, um in den Schützengräben der Westfront zu kämpfen. Diane hält sich mit der Arbeit in einer Munitionsfabrik über Wasser. Dann erreicht sie die Nachricht von Chicos Tod. Doch das Schicksal gibt ihnen eine zweite Chance.

Borzages Melodramen handeln von einfachen Leuten am Rande der Gesellschaft. Mit Einfühlungsvermögen, Sensibilität und subtilem Humor schildern sie das Aufkeimen von Zuneigung, den Beginn einer Beziehung und die Suche nach einem Platz für die Liebe. Ein Mann und eine Frau, Einzelgänger oder gar Außenseiter, finden zueinander, um sich im Laufe der Jahre mehreren Lebensprüfungen wie Krieg, Krankheit, oder Armut zu stellen. In Borzages Werken ist das Leben nicht immer schön, trotzdem bleiben die Protogonisten authentisch und sich im wahrsten Sinne treu. Diese Schilderungen bedingungsloser, kleinbürgerlicher Liebe bilden den Markenkern Frank Borzages Filmschaffen.

Mit der Komposition und Aufführung von Stummfilmmusiken haben sich die Bielefelder Saxophonisten Andreas Gummersbach und Andreas Kaling ein neues künstlerisches Betätigungsfeld erschlossen. Bereits dreimal haben sie sich beim Film+MusikFest als Experten für das britische Sozialdrama erwiesen und widmen sich jetzt erstmals einem amerikanisch-französischen Kammerspiel. Ihre improvisierten Saxofon-Dialoge und sensiblen Kompositionen machen akustische und visuelle Eindrücke zu einem Erlebnis aus sinnlicher Wahrnehmung und intellektuellem Verständnis.


USA 1927

Regie: Frank Borzage
Drehbuch: Benjamin Glazer
Darsteller: Janet Gaynor, Charles Farrell, Ren Bard, Gladys Brockwell

Länge: 110 Minuten


     
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