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Freitag 04.11.2016 | 20.00 h | Rudolf-Oetker-Halle
G. W. Pabst:
Die Büchse der Pandora
Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von Bernd Wilden

Die verführerische Lulu verkörpert die Liebe und bringt den Tod. Auch der Verleger Dr. Schön fällt ihr zum Opfer. Noch in der Hochzeitsnacht trifft ihn ein tödlicher Schuss. Lulu wird des Totschlags schuldig gesprochen, kann aber aus dem Gerichtsaal entkommen. Zusammen mit Alwa, Dr. Schöns Sohn, flieht sie nach Frankreich. Aber das neue Glück währt nicht lange: Alwa verspielt sein Erbe. Not und Elend klopfen an die Tür. Mit Hilfe der Gräfin Geschwitz, die Lulu ebenfalls liebt, gelangen sie schließlich nach London. Lulu muss in Soho als Prostituierte arbeiten. Am kalten, nebligen Weihnachtsabend holt sie sich ihren letzten Freier in die ärmliche Dachwohnung. Es ist Jack the Ripper.

Louise Brooks verkörpert die Femme fatale mit einer irritierenden Mischung aus Vitalität und Passivität, Leidenschaft und Kühle. Laut Wedekind soll Lulu kein Vamp, kein Klischee-Dämon, sondern ein wirklich triebhaftes, kindliches Geschöpf sein, unbewusst in ihrem Tun und weder gut noch böse. G. W. Pabst betont im Schuss/Gegenschussverfahren die Korrespondenz der Blicke, das zentrale Aktionselement des Films. Zudem verwendete er Weichzeichner, um dem makellosen Gesicht seiner Hauptdarstellerin einen Ausdruck von vibrierender Erotik zu verleihen.

Bernd Wildens Partitur zu Die Büchse der Pandora ist nach seinen Soundtracks zu ›Nosferatu‹ und ›Der letzte Mann‹ die dritte von inzwischen zwölf abendfüllenden symphonischen Filmmusiken des Bielefelder Komponisten und Dirigenten. Sie entstand für das Film+Musikfest 2007 und erlebt in diesem Jahr ihre Wiederaufführung unter der Leitung des Komponisten.


D 1929

Regie: G. W. Pabst
Drehbuch: Ladislaus Vajda nach den Dramen „Erdgeist” und „Die Büchse der Pandora” von Frank Wedekind
Darsteller: Louise Brooks,
Fritz Kortner, Franz Lederer, Gustav Diesel


Länge: 133 Minuten


     
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